Weilheim an der Teck, 10. Februar 2026 – Hoher Besuch bei FISCHER Weilheim: Der Ministerpräsident des Landes Baden‑Württemberg, Winfried Kretschmann, hat sich am Montag gemeinsam mit dem Grünen-Landtagsabgeordneten Andreas Schwarz über zentrale Zukunftsprojekte des Unternehmens informiert. Im Mittelpunkt standen vor allem die geplanten Vorhaben zur Verwertung von teerhaltigem Straßenaufbruch, mit denen FISCHER Weilheim neue Wege in der Kreislaufwirtschaft beschreiten möchte.
Nach der Begrüßung auf dem Betriebsgelände erhielten die Gäste eine umfassende Unternehmensvorstellung. Dabei wurde insbesondere die zentrale Rolle von FISCHER Weilheim in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und zirkuläre Stoffströme hervorgehoben.
Verwertung von teerhaltigem Straßenaufbruch
Ein Schwerpunkt des Besuchs war die Präsentation des Projekts zur Verwertung von teerhaltigem Straßenaufbruch (VESTA). Dieser soll künftig nicht mehr als problematischer Reststoff gelten, sondern als wertvolle Ressource, die in den Materialkreislauf zurückgeführt werden kann. Das Unternehmen möchte mit der geplanten Anlage einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Infrastruktur leisten, Deponieraum schonen und den Einsatz primärer Rohstoffe reduzieren. Zusätzlich prüft FISCHER Weilheim derzeit in Zusammenarbeit mit der SCHWENK-Baustoffgruppe eine alternative Parallellösung zur Verwertung von teerhaltigem Straßenaufbruch in Baden-Württemberg.
Die im Rahmen des Besuchs vorgestellten Projektdetails verdeutlichen das große Potenzial der VESTA. Ministerpräsident Winfried Kretschmann bekräftigte die Relevanz des Vorhabens: „Der Großteil dieses Abfalls fällt bei der öffentlichen Hand an, die den Abfall bislang auf Deponien beseitigt oder bis in die Niederlande transportieren müssen. Es besteht eine große Notwendigkeit, eine solche Anlage in Baden-Württemberg zu errichten, um Transportwege zu reduzieren, unabhängiger zu werden und die Wertschöpfung im Land zu stärken.“
An diese Einschätzung knüpfte auch der Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz an und unterstrich die Bedeutung des Projekts aus Sicht der Landespolitik: „Wir wollen Straßen nicht aufreißen, um Rohstoffe wegzuwerfen, sondern um sie intelligent wiederzuverwenden. Recycling von teerhaltigem Straßenaufbruch ist aktiver Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz – und ein Gewinn für Baden-Württemberg und ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Durch regionale thermische Behandlungsanlagen sparen wir Rohstoffe, vermeiden lange Transporte und senken den CO₂-Ausstoß deutlich.“
Biologisch-physikalische Bodenbehandlungsanlage
Abgerundet wurde der Termin mit der Vorstellung der biologisch-physikalischen Bodenbehandlungsanlage am Standort Weilheim an der Teck. In dieser Anlage werden belastete Böden aufbereitet und entweder wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt oder gezielt für die Entsorgung vorbereitet. Geschäftsführer Claus Bechlars hob die Bedeutung der Anlage hervor: „Die Anlage leistet bereits im dritten Jahr mit mehreren hunderttausend Tonnen eingebrachtem Material einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Ressourcenschutz und zur Reduzierung von Deponiemengen. Die Investition war ein klares Bekenntnis zu gelebter Kreislaufwirtschaft – und wir sind stolz darauf, die einzige Anlage dieser Art in Baden-Württemberg zu betreiben.“
FISCHER Weilheim sieht sich mit seinen Projekten gut aufgestellt, um die ökologische Transformation im Bau- und Entsorgungssektor aktiv mitzugestalten. Besonders das VESTA-Projekt könnte ein bedeutendes Signal für Baden-Württemberg setzen – sowohl in Bezug auf Ressourceneffizienz als auch auf regionale Wertschöpfung.










