News12.06.2019

Recyclingschotter - Made in Stuttgart.

Recyclingschotter - Made in Stuttgart.

Wie gut Recycling für die Umwelt wirklich ist, zeigt sich erst in der Bilanz. Gerade bei der Wiederverwertung von mineralischen Baustoffen oder der Weiterverwendung von Erdaushub sind kurze Wege eines der wichtigsten Kriterien für ein unter dem Strich sinnvolles Recycling. Im Recyclingpark Neckartal baut FISCHER seine Infrastruktur für eine lokale Kreislaufwirtschaft in der engeren Region Stuttgart aus …

… Nach einer langen Vorlaufzeit und nach der Berücksichtigung aller Bürgereingaben und Einsprüche hat das Regierungspräsidium Stuttgart die Genehmigung für den Recyclingpark Neckartal in Stuttgart erteilt. Drei Unternehmen, die Karle Recycling GmbH, die Degenkolbe Recycling GmbH und FISCHER Weilheim, teilen sich das Gelände an der Stuttgarter Neckarttalstraße, um dort Papier und Kunststoffe, Wertstoffe aus Haushalt und Gewerbe und mineralische Baustoffe und Bodenaushub wiederzuverwerten.

Für FISCHER ist das Recycling von Baustoffen ein wichtiges Geschäftsfeld und Anliegen. Steine und Beton aus abgerissenen Gebäuden und zurückgebauten Straßen können wirtschaftlich und mit hoher Qualität aufbereitet werden. Das entlastet die ohnehin stark beanspruchten Deponien und schont die Abbaugebiete für neues Baumaterial. Neben der Produktion von güteüberwachtem Recycling-Schotter erfolgt am neuen Standort die Zwischenlagerung von Bodenaushub  zur Beprobung und der anschließende Transport an dafür geeignete Verwertungs- und Beseitigungsanlagen.

FISCHER wird auch an diesem neuen Standort nach hohen Standards arbeiten, um eine möglichst nebenwirkungsfreie Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen. Produktionsstätten für Baustoffe verursachen immer Verkehr und in gewissem Umfang Emissionen. Mit modernen Anlagen und entsprechenden Maßnahmen lässt sich die Bilanz allerdings wesentlich positiver gestalten als bei Neuproduktion. Das Prinzip „Local for local“ spielt dabei eine große Rolle.


Baubeginn im April 2019
Am ersten April hat FISCHER mit dem Aufbau seiner Anlagen begonnen. Der gesamte Betrieb aller drei Unternehmen beachtet die umfangreichen Vorgaben zum Wasserschutz und Emissionsschutz. Bestimmte Flächen werden zum Beispiel aufwändig befestigt und abgedichtet. Die unbefestigten Wege und die Halden werden im Betrieb aus großen unterirdischen Regenwasserspeichern regelmäßig befeuchtet, damit sich nicht viel Staub entwickeln kann. Außerdem werden  Fahrzeugwaagen und spezielle Reifenreinigungsanlagen installiert.

Wenn die Arbeiten wie geplant vorangehen, will FISCHER im Herbst 2019 den ersten Recycling-Schotter im Neckartal herstellen. Die Verkehrsanbindung über die Straße ist am Stuttgarter Stadtrand sehr gut; eine weitere Option ist ein Anschluss an das direkt vorbeiführende Gleis, mit dem der oft geforderte Wechsel von der Straße auf die Schiene realisiert werden könnte.

Zentrale Aufgaben in der „Villa Lauster“

Ein besonderer „Recyclingfall“ ist die fast 100 Jahre alte Villa Lauster im Recyclingpark Neckartal, die inzwischen modern ausgestattete Büro- und Besprechungsräume beherbergt. Sie dient als neuer "Dienstsitz" für die bei FISCHER zuständigen Mitarbeiter für die Bereiche Planung  Kreislaufwirtschaft, sowie Anlagenbau und Wasserhaltung.

Zur Eröffnung planen die auf dem Areal angesiedelten drei Unternehmen einen Tag der offenen Tür. Vielleicht ist dann auch das Biotop ein Thema, das der Recyclingpark auch ist. Wie in anderen Industriearealen mit viel Grün fühlen sich viele Tierarten hier erstaunlich wohl, und manche Pflanzenarten haben hier Rückzugsgebiete. Ein nicht geplanter, aber erfreulicher Nebeneffekt im Neckartal.

News12.06.2019

Azubi-Bagger als Investition in die Ausbildung

Azubi-Bagger als Investition in die Ausbildung

Was ein angehender Baumaschinenführer oder eine Baumaschinenführerin am meisten braucht, ist Praxis. Die ist nicht leicht zu bekommen, denn der Baumaschinenführerschein ist in der theoretischen und praktischen Ausbildung sehr kompakt. Zum Lernen und Arbeiten hat FISCHER jetzt einen Bagger nur für die Azubis. Moderne Großmaschinen für den Erd- und Tiefbau sind High-Tech-Geräte und für jedes Unternehmen große Investitionen …

… Sie werden in Projekten eingesetzt, bei denen es um große Summen und gleichzeitig um kleinste Details geht. Die Anforderungen an eine präzise Ausführung sind hoch. Wer im Führerhaus Platz nimmt, muss wirklich etwas können. Seit 1991 ist Baumaschinenführer daher auch ein Lehrberuf.

Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen
Ganz entscheidend für das Können, das sich die Azubis aneignen, ist die innerbetriebliche Ausbildung. Bei den Baumaschinen zählen die Stunden hinter dem Lenkrad, an den Joysticks und am Bedienpanel. Genau hier liegt oft der Engpass. Auf der Baustelle wird das Gerät mit den erfahrenen Kollegen geteilt, noch dazu ist der Zeitrahmen oft eng und die Anforderungen an die Qualität der Arbeit sind hoch. Da ist es nicht leicht, auf die Praxisstunden zu kommen.

Seit Februar 2019 gehört ein neuer Bagger in rot-schwarzer Sonderlackierung zum Maschinenpark von FISCHER. Auf dem Heck und an der Seite macht der Hitachi ZX 190LC-6 eine klare Ansage in Großbuchstaben: AZUBI BAGGER steht hier, und „Auf dem Weg zum Profi“. Eingesetzt wird der Hitachi unter Realbedingungen auf wechselnden Baustellen, und bedient wird er ausschließlich von den Auszubildenden. Die sind auch für Wartung und Pflege des knapp 20 Tonnen schweren Geräts zuständig.


Attraktive Bedingungen für die Lehre
Damir Halilagic, Auszubildender im ersten Lehrjahr, konnte den Hitachi als erster im Baustellenbetrieb testen. „Diese Möglichkeit hat keiner in meiner Klasse. Das macht mich schon ein bisschen stolz, bei FISCHER die Ausbildung machen zu dürfen“, berichtet er nach den ersten Einsätzen unter der Anleitung seines Ausbildungspaten Michael Schalk. „Wir bekommen die Möglichkeit, auf den großen Maschinen zu lernen. Das ist schon etwas Besonderes.“

Schon in der Lehre traut FISCHER seinen Mitarbeitern viel zu und ermöglicht selbstständiges Arbeiten, natürlich unter der Anleitung erfahrener Profis. Der „Baggerschein“ alleine macht noch keine attraktive Ausbildung, und es hat sich noch nicht herumgesprochen, wie vielseitig das Anforderungsprofil im modernen Erd- und Tiefbau tatsächlich ist.

Neben der puren Kraft der Maschinen spielt die Elektronik eine immer größere Rolle. Touchscreens im Führerhaus und GPS-Positionskontrolle geben einen Eindruck davon, wie viel sich hier getan hat. Für FISCHER ist es wichtig, nicht nur in die Technik zu investieren, sondern vor allem auch in die Menschen, die diese Technik bedienen sollen. Sie bestimmen am Ende die Qualität der Arbeit, und dafür brauchen sie eine solide Aus- und Weiterbildung. Und manchmal eben auch einen Bagger in Sonderlackierung.

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